06.01.2026, Tuesday - Winterpausenbeschaeftigung - Arbeit an den neuen Anhaengern fuer Heinerbike

Warum verbauen wir ein Dynamoruecklicht, das immer an ist?

Immer dann, wenn der Anhaenger bewegt wird, versorgt das Laufrad mit dem Nabendynamo das Ruecklicht mit Strom - der Nutzer muss nichts machen, nichts einschalten, keine Akkus laden oder gar Batterien tauschen. Das vereinfacht das Ganze fuer alle Beteiligten, Nutzende, wie Ausleihstation.

Das Licht so zu verbauen, dass es permanent angeschaltet ist, ist auch unsere bewusste Entscheidung. Der einzige Grund, der fuer ein schaltbares Ruecklicht spricht, ist der erhoehte Rollwiderstand des Dynamolaufrades. Dagegen spricht, dass menschliches Versagen immer wieder auftritt. Ob einfach nur vergessen wurde, dass der Anhaenger ein Ruecklicht besitzt oder der Nutzer die Witterung falsch einschaetzt und das Licht nicht anschaltet, obwohl es angebracht waere - wir schliessen das auf diese Weise aus.

Die Erweiterung des Cycle Carrier

Nach dem Transport eines langen Kartons von Heidelberg nach Darmstadt im regnerischen Novemberwetter war der Anhaenger entsprechend verschmutzt. Gut, dass ich an dem Tag die Werkstatt nicht fegen musste ...

Verschmnutzter Anhaenger im zwanzig°

Von einem Aluwinkelprofil habe ich einen kleinen Traeger fuer das Ruecklicht abgesaegt, das Ruecklicht daran und den Traeger an den Haenger geschraubt. Ich habe immer noch viel zuviele von diesen weirden Messingschrauben uebrig ...

Ruecklicht mit Winkel am Anhaenger befestigt.

Das Dynamolaufrad habe ich komplett aus gebrauchten Teilen aufgebaut. Die 20-Zoll-Felge kam aus dem Lager des zwanzig°, die Speichen habe ich aus einem Laufrad genommen, das in der Schrottbox entsorgt wurde. Mit dem Drahtschneider habe ich die Speichen auf die richtige Laenge gekuerzt und dann auf jedes Speichenende ein neues Gewinde gewalzt.

Speiche im Gewindewalzgeraet eingespannt

Ein Video, dass einen Teil des Gewindewalzens zeigt, kann man sich auf meinem Youtube-Kanal ansehen.

Das Laufrad wurde dann von mir so lange zentriert, bis ich keine Zeit mehr hatte und Hieu hat dankenswerterweise den Hoehenschlag herauszentriert, so dass ich dann das fertige Rad einbauen konnte.

Fertiges Laufrad haengt im zwanzig°

Da das Laufrad neu aufgebaut wurde, hatte es natuerlich kein Felgenband. Am Liebsten sind mir Felgenbaender aus PVC/Nylon oder Polyurethan (PU). Felgenbaender muessen einerseits straff sitzen, gleichzeitig aber auch etwas dehnbar sein, damit sie ueber die Felge passen. Von Felgenbaendern aus Gummi oder zuschneidbaren Felgenbaendern zum Einkleben kann ich nur abraten. (Gilt fuer Laufraedern, die mit Schlaeuchen gefahren werden.)

Neues Felgenband in der Felge eingelegt

Nachdem das Felgenband montiert war, wurde das neue Dynamolaufrad bereift und eingebaut, das Ruecklicht am Dynamo angeschlossen und auf gings zum Lichttest.

Lastenrad, das den Anhaenger in der Dunkelheit zieht. Lastenrad, das den Anhaenger in der Dunkelheit zieht.

Gut und weit sichtbar, also definitiv ausreichend hell ist das Ruecklicht.

Und damit war erstmal Schluss an dem Tag.

Fracht-Flunder Reling, Licht und Ueberspannungsschutz. Auch fuer den Cycle-Carrier

Und weiter gehts!

Weiter gehts! Cycle-Carrier und Fracht-Flunder zusammen.

Ueberspannungsschutz

Moderne Fahrradbeleuchtung verwendet mittlerweile durchgegend LEDs, auch wenn es noch die eine oder andere Retrofunzel mit Gluehbirnen gibt. LEDs vertragen, physikalisch bedingt, aber nur kleine Spannungsschwankungen. Geht die Spannung zu weit hoch, geht auch der Strom, den man mit einem sogenannten Vorwiderstand einstellt, auch zu weit hoch und die LED verschleisst schneller oder "brennt durch". Moderne Frontleuchten haben dafuer einen Ueberspannungsschutz eingebaut. Ruecklichter werden dann direkt an der Frontleuchte angeschlossen, anstatt am Dynamo direkt, und werden so mitgeschuetzt.

Nun habe ich fuer die Anhaenger aber keine Frontleuchten vorgesehen. Und somit haben die Anhaenger auch keinen Ueberspannungsschutz fuer die Rueckleuchten ...

Um dieses Problem zu loesen habe ich dann ein Spezialbauteil verbaut, dass selbst in Fahrradlaeden und -werkstaetten ziemlich unbekannt ist: Einen Ueberspannungsschutz von Shimano!

Der Ueberspannungsschutz SM-DH10A kann einfach zwischen die Rueckleuchte und den Gepaecktraeger oder auf die andere Seite der Befestigungsmoeglichkeit geschraubt werden und funktioniert fuer die Lochabstaende 50mm und 80mm. Wenn das Ruecklicht anders befestigt wird, braucht man eine kreative Ader ;)

Der Ueberspannungsschutz wird dann einfach am Dynamo angeschlossen und bringt selbst zwei Kabel mit, mit denen dann das Ruecklicht angeschlossen wird.

Ueberspannungsschutz montiert

Arbeit an der Fracht-Flunder

Weiter gings mit der Arbeit an der Fracht-Flunder.

Zuerst habe ich mir Gedanken ueber die Reling gemacht. Urspruenglich sollte die Fracht-Flunder komplett flach bleiben um moeglichst viele Moeglichkeiten zum Transport zu bieten. Mehrere merkten jedoch an, dass das schwierig mit dem Festspannen von Transportgut wird und die Reling da hilfreich waere ... Also kam die Reling dann doch dran.

Nur auf der Innen- oder der Aussenseite?

Reling auf der Aussenseite der Montagepunkte angesetzt.

Auf der Aussenseite haette es den Vorteil gehabt, dass breitere Fracht gut draufgepasst haette. 60cm sind ein gaengiges Mass fuer weisse Ware und waere damit passend gewesen. Leider war dann die Reling nur wenige Millimeter vom Reifen entfernt. Bei unguenstiger Beladung oder unguenstiger Ladungssicherung haette die Reling oder ein an Reling befestigter Gurt am Mantel schleifen koennen. In beiden Faellen waere das Ergebnis unschoen geworden.

Reling auf der Innenseite der Montagepunkte angesetzt.

Die Entscheidung fiel dann fuer innen angebrachte Reling.

Wie fuer das Cycle-Carrier-Ruecklicht auch, habe ich wieder das Aluprofil aus dem Keller gezogen.

Aluprofil lehnt an einer Werkbank.

Irgendwann einmal vor Ewigkeiten auf dem Sperrmuell gefunden, dann schwarz lackiert, um als Lampe einen LED-Streifen zu tragen, noch 172cm uebrig.

Aluprofil mit Zollstock daneben.

Montiert sieht das Ruecklicht ziemlich schick aus.

Ruecklicht montiert an der Fracht-Flunder

Ein Tag spaeter war dann das auch der Ueberspannungsschutz montiert und das Ruecklicht montiert.

Fracht-Flunder kopfueber, Ueberspannungsschutz angeschlossen und verkabelt.

Werbetafel am Cycle-Carrier

Weiter gings dann letztes Wochenende mit der Montage der Werbetafel am Cycle-Carier. Nachdem mehrere Testnutzer sich beschwert hatten, das die Werbetafel waehrend des Transports nervt und klappert, musste ich mir etwas ausdenken, wie ich die Tafel am Anhaenger befestige. Da ich noch von einem anderen Projekt Klemmen uebrig hatte, wollte ich diese verwenden.

Das brachte ein weiteres Problem mit sich: Die Werbetafel waere fuer eine Befestigung am Rahmen, neben dem Laufrad, zu lang gewesen. Also entweder kuerzen oder einen anderen Ort finden.

Cycle-Carrier auf die Seite gelegt.

Dank Peter war die Werbetafel schon fast fertig. Ich habe dann nur noch eine kleine Schoenheitsanpassung vorgenommen und die schon gebohrten Vertikal-Profile um 90 Grad gedreht.

Ecken der Dibond-Platte werden angepasst. Die Tafel wird zusammengesetz. Die Werbetafel fertig zusammengesetzt.

An die Deichsel hat die Tafel gut gepasst.

Tafel am Cycle-Carrier montiert. Tafel am Cycle-Carrier montiert.

Damit sind nahezu alle Arbeiten abgeschloosen und die Designabteilung muss sich um das Design kuemmern ;)